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Londonfahrt |
LONDON
Abschlußfahrt
der LKs Gm Ha/Rn und E Mü
oder
wie sollte eine Abschlußfahrt aussehen?
Nach heftigen Diskussionen über das Ziel unserer "Studienfahrt" entschieden wir uns für die Hauptstadt Großbritaniens, London. Zur Auswahl standen Prag, Slowenien (Zitat Christian K.: "Fronturlaub"), Donaufahrt von Wien nach Budapest, Toskana und Rom. Nachdem schließlich das Ziel Toskana/Rom von unseren pflichtbewußten Tutoren gestrichen wurde, da dieses nicht den Zweck einer Studiefahrt der Fächer Gm und Englisch erfülle, entschloß sich die Mehrheit der Kurse für London.
Die endgültige Planung unserer organisationstalentierten Tutoren im Sauna-Centrum ergab folgendes Resultat: 4 Tage (immerhin mit Flug) für sage und schreibe ca. 700 DM. Diese horrende Summe hatte zur Folge, daß sich Herr Rhein, der Prag als Ziel bevorzugt hatte, mindestens einmal pro Woche bei seinen Tutanten beschwerte: "Ich hab's euch ja gleich gesagt, ich wollte ja nach Prag. Da hätten wir eine Woche bleiben können für denselben Preis". Der Kurs ließ sich jedoch von seinen Sticheleien nicht beeindrucken, und da auch die Herren Hartmann und Müller von London als Ziel begeistert waren, hielt sich Herr Rhein zurück (seinen finanziellen Sorgen entsprechend fiel auch sein Reisegepäck aus).
So
machten sich letztendlich am Tag der Abfahrt frühmorgens die
Schüler sowie deren Tutoren auf, London zu erkunden. Mit dabei
war auch die "Laufkameradin" Frau Ofenloch, die zwar eigentlich zur
Unterstützung der männlichen Aufsichtspersonen dienen und
für die weiblichen Kursteilnehmerinnen zuständig sein
sollte, sich jedoch mehr den männlichen zuwandte. Auch der von
ihr Verehrte war sehr angetan von ihr, als er jedoch feststellte,
daß sie unrasierte Beine hatte, flirtete er lieber mit einer
weiblichen Person seines Kurses.
Am Flughafen Heathrow angekommen, machte sich Herr Hartmann auf den Weg, die U-Bahn-Karten für die Gruppe zu besorgen. Nach langer Zeit voll undeguldigen Wartens der Kurse erbarmte sich der besorgte Herr Müller, unseren verlorengegangenen Freund zu suchen, denn, wie wir alle wissen: OLer sind schneller. Nach 1,5 Stunden war es vollbracht. Wir konnten die letzte Etappe unserer Reise antreten. Diese jedoch erwies sich zum Entsetzen aller als länger als der Flug selbst. Nach langer Fahrt unter der Erde erblickten wir estmals das Licht Londons: Whitechapel, das ehemalige Revier Jack the Rippers. Zu unserem Glück erfuhren wir, daß dies nicht der Ort war, an dem sich unsere Jugendherberge befand und daß diese noch einmal ein Stückchen entfernt war.
Der Anblick unserer Jugenherberge Rotherhite entschädigte uns zwar für die Strapezen dieses Tages, doch wir begriffen bald, daß wir von nun an täglich mehrer Stunden unter Tage verbringen mußten, wollten wir in die Stadt. Unsrer Unterkunft war komfortabel, ausgenommen die ca 1,60 m hohen 3er Stockbetten und Türen mit Karten-Türschlössern, welche zu öffnen uns zunächst ein Rätsel war. Unsere Tage verbrachten wir mit einem von unseren Lehrern erstellten "verbindlichen" Programm, des Nachmittags durften sich meistens alle Schüler in der Stadt vergnügen, während die Tutanten des LK Müller ihre berühmten Walks absolvierten. Diese zogen sich des öfteren über mehrere Stunden hin, ohne Rücksicht auf die ohnehin schon schmerzenden und mit Blasen übersähten Füße.
Die ausländerfreundlichen Menschen der Docklands nahmen uns willkommen auf, bewarfen sie uns nicht zuletzt mit Steinen und begrüßten sie uns doch mit einem überschwenglichem "Piss off Germans", "Motherfuckers" oder auch "Heil Hitler !". Aber auch dies hinderte uns nicht daran, Abends die britischen Pubs zu besuchen oder uns in gemütlicher Runde im Aufenthaltsraum der Jugendherberge zu treffen, ganz nach dem vorbildlichen Verhaltens unserer Lehrer. So stürmten sie eines Abends besorgt in unsere Runden und erkundigten sich nach ihrem verlorngegenganen Bier-Tester Herrn Hartmann, welchen sie nach einer Showeinlage desselben auf dem Leicester-Sqare verloren hatten.
Überschattet wurde unser Aufenthalt durch diverse Mitbewohner aus Kassel, die ohne erkennbaren Grund unsere liebenswerten, gütigen, von allen geliebten und bekannten Schulsprecher Christian Kühlwein auf das schändlichste beleidigten und demütigten. Nur unter größter Zurückhaltung konnte eine blutige Auseinandersetzung verhindert werden, die natürlich zugunsten der Partei aus Rimbach ausgefallen wäre.
Abschließend läßt sich jedoch sagen, schön war's trotzdem. Sehr schön. Sogar Super. Klasse. Auch das Wetter und vor allem auch das englische Bier, das in Mengen konsumiert wurde, was zur Folge hatte, daß sich mehrere Teilnehmer die ganze Sache nochmal durch den Kopf gehen ließen. Auch Herr Rhein hatte inzwischen seine Meinung geändert und seine Vorurteile abgebaut: Sein Kommentar nach Beendigung der Fahrt: "Ach ja, schön war's! Nur viel zu kurz !" Wann geht es das nächste mal nach London, Herr Rhein ???

(Daniela, Tina T., Barbara, Christian K.
und alle restlichen Teilnehmer)
Dieses
Dokument ist Teil der Abi'96-Homepage
des Jahrgangs 1996 an der MLS Rimbach/Odw.